Dachfonds
Im Bereich der Anlage in Investmentfonds gibt es mehrere Möglichkeiten, die einzelnen Alternativen für den Geldanleger in bestimmte Bereiche zu unterteilen. So kann man Investmentfonds zum Beispiel nach ihrer Art der Anlage in Aktienfonds, Immobilien- oder Rentenfonds unterteilen.Eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit besteht darin, die Fonds nach der Anlagestruktur zu unterscheiden.Manche Fonds legen ihr Vermögen beziehungsweise das der Kunden direkt in Aktien und Rentenpapiere an, andere Fonds wiederum investieren ihrerseits das Vermögen nochmals in Investmentfonds.
Diese Konstruktion tritt besonders im Bereich der Aktienfonds auf und solche Arten von Fonds bezeichnet man auch als Dachfonds.Der Dachfonds kauft also nicht bestimmte Wertpapiere, sondern je nach Anlagestrategie Aktien, Renten- oder Immobilienfonds.Für den Kunden bietet die Anlage in die Dachfonds einige Vorteile gegenüber dem Investment in "Direktfonds".Ein großer Vorteil ist sicherlich die doppelte Risikostreuung. Die einfache Risikostreuung ist schon beim klassischen Fonds dadurch gegeben, dass dieser in viele verschiedene Aktien investiert (um beim Beispiel Aktienfonds zu bleiben). Dennoch besteht natürlich immernoch ein Risiko, dass einzelne Aktien stark an Wert verlieren.Dieses Risiko ist beim Dachfonds noch minimaler, da dieser sein Vermögen nicht direkt in Aktien, sondern in Fonds investiert, und dadurch eine noch breitere Risikostreuung erreicht.

Ein weiterer Vorteil besteht zudem darin, dass die Käufe und Verkäufe des Dachfonds für den Anleger nicht unter die 2009 einzuführende Abgeltungssteuer fallen, durch die dann auch Spekulationsgewinne besteuert werden. Aufgrund der erhöhten Sicherheit sind Dachfonds gerade in der jetzigen Zeit sehr beliebt und werden vielfach auch als so genanntes "Riester-Produkt" angeboten, da sie mit einer Kapitalgarantie versehen sind, und somit kann der Kunde auch die staatliche Förderung für das Investment in Dachfonds in Anspruch nehmen.
