18.05.2012

Emission

Die Herausgabe von Aktien durch die Aktiengesellschaft wird als Emission bezeichnet. Dabei nennt man das jeweilige Unternehmen Emittent. Nachdem die Papiere geschaffen worden sind, müsse diese platziert, also an möglichst viele Anleger verkauft werden. Dieser Vorgang wird meist über eine Investmentbank abgewickelt, die für ihre Dienste einen bestimmten Prozentsatz an dem Emissionserlös erhält.Die Schaffung neuer Aktien ist überhaupt nur in drei Fällen möglich:

  • Neugründung einer Aktiengesellschaft
  • Umwandlung einer Gesellschaft anderer Rechtsform in eine Aktiengesellschaft
  • Ausgabe junger Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung
Im Verlauf des Emissionsprozesses können verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen, um den endgültigen Preis der Aktie festzulegen und die Wertpapiere an die Anleger zu veräußern. Das erste dieser Verfahren nennt sich Bookbuilding; hierbei wird durch den Emittenten eine bestimmte Preisspanne vorgegeben, innerhalb derer die Anleger ihre Angebote abgeben können. Interessierte Käufer haben während eines vorher festgelegten Zeitraums die Gelegenheit, ihre Kaufaufträge und die Anzahl der gewünschten Aktien bekannt zu geben. Anhand dieser Kaufverträge wird nach Ende des Bookbuildings ein durchschnittlicher Emissionspreis errechnet. 

Alle Anleger, die sich unter diesem nun gültigen Preis bewegen, werden von der Aktienvergabe ausgeschlossen.Das Auktionsverfahren ist dem Bookbuilding sehr ähnlich. Hierbei gibt der Emittent aber einen Mindestpreis und eine Mindeststückzahl für die Aktien an.Das letzte der drei möglichen Verfahren ist das Festpreisverfahren, bei dem ein fester Aktienpreis für die Vergabe der Papiere festgelegt wird. Die Bewertung und die letztendliche Preisfindung werden dabei vom Emittenten durchgeführt.