18.05.2012

Spekulationen

In der Wirtschaft versteht man unter einer Spekulation keine langfristige geplante, sondern eine kurzfristige Investition. Vor allem unter Fachleuten sind Spekulationen beliebt, da sie höhere Renditen haben. Allerdings ist das Risiko bei Spekulationen wesentlich höher. Spekulanten passen ihre Transaktionen an die Marktentwicklung an und hoffen auf die Realisierung des erwarteten Zustandes, um finanziell zu profitieren. Gewinn oder Verlust ergibt sich hierbei immer aus der Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis eines Marktobjektes. Demzufolge müssen erfolgreiche Spekulationen auf Erfahrung und Wissen basieren. Entwicklungen müssen früh erkannt und ausgenutzt werden.

Das bedeutet Wertpapiere (z. B. Aktien) werden nur gekauft, um sie bei Wertanstieg des Preises wieder zu verkaufen, dies ist vorallem für Leute, welche vom Trading leben sehr wichtig.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht werden durch Spekulationen Risiken des Unternehmens auf die Spekulanten abgewälzt. Dafür erhalten die spekulierenden Anleger im besten Fall eine verlockende Rendite. Spekulanten nutzen weiter Preisunterschiede und Wechselkurse, die durch Ab- oder Aufwertung der Währungen zustande kommen.
Spekulationen werden dann für die freie Marktwirtschaft gefährlich, wenn sich der Markt von der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt hat, weshalb eine Aktien Analyse immer hilfreich ist. In diesem Fall spricht man in der Wirtschaftssprache von Spekulationsblasen. Problematisch ist, dass es sich meist um einen selbstverstärkenden Mechanismus handelt, da immer mehr Anleger, beeinflusst von „Expertenmeinungen“ oder Zeitungsartikeln, Wertpapiere zu überhöhten Preisen kaufen und sich Gewinne versprechen. Im Verlauf werden die Anleger letztlich ausbleiben, da der Realwert des Spekulationsgegenstandes erkannt wurde. Dadurch fallen die Werte und die Spekulanten müssen teils enorme Investitionsverluste einbüßen. 

 

 

 

Experten diskutieren immer wieder darüber, wie Spekulationsblasen verhindert werden können. Einige plädieren für eine Versteuerung von Transaktionsgeschäften, um sie weniger attraktiv zu machen. Doch die Stimmen, die gegen solch eine Veränderung protestieren, sind immer noch sehr laut, denn auch der Kapital- und Devisenmarkt unterliegt der freien Marktwirtschaft.

Weiterführende Informationen zum Thema

http://www.nn-extrade.com