18.05.2012

Lebensversicherung für Studenten

Beim Wort Lebensversicherung denkt fast jeder spontan an eine (hohe!) Lebensversicherungssumme, die einem finanziell schwachen Hinterbliebenen beim Tod seines finanziell starken Ehepartners bzw. Lebenspartners ausgezahlt wird. Das ist zwar richtig, aber nur ein Teil der Wahrheit über den Begriff Lebensversicherung. Denn es gibt mehrere Arten Lebensversicherungen, die oben beschriebene ist die „Risikolebensversicherung“.

Es gibt folgende Lebensversicherungsarten:

• Risikolebensversicherung
• Kapitallebensversicherung
• Fondsgebundene Lebensversicherung
• Rentenversicherung

Die Risikolebensversicherung versichert den Todesfall der versicherten Person und wird zur finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen, oder von vertraglich vereinbarten Verbind- lichkeiten (Kredite) verwendet. Die anderen Arten Lebens- versicherungen sind weniger Versicherungen, sondern eher Finanzprodukte bzw. Anlageformen, die dem Zweck Kapital- bildung (Vermögensbildung) dienen und hervorragend zur privaten Altersvorsorge geeignet sind. Da es immer dringender wird, neben der gesetzlichen Rente eine solide private Altersvorsorge zu betreiben, werden die Lebensversicherungen immer bedeutender.

 Das betrifft besonders stark die Studierenden, die für ihre Studienzeit doppelt „bestraft“ werden. Bekanntlich werden für die gesetzliche Rente nur die Zeiten angerechnet, während deren auch Rentenbeiträge entrichtet werden, welches für die Studienzeit nicht zutrifft. 

Ferner werden für die Rente die so genannten „beitragslose Zeiten“ berücksichtigt, wozu auch die Studienzeit gehört. Zudem wurde 1997 die als beitragslose Zeit anzurechnende Studienzeit drastisch (auf Maximum 3 Jahre) gesenkt, völlig unabhängig von der tatsächlichen Studienzeit des Einzelnen. Die Erfüllung der gesetzlich vorgegebenen Wartezeiten für die gesetzliche Rente wird dadurch für die Studierenden enorm erschwert. Diese zwei Faktoren wirken sich auf die spätere gesetzliche Rente aller Akademiker sehr negativ aus. Umso wichtiger wird es für sie, rechtzeitig privat vorzusorgen.

Manche Versicherer haben prompt reagiert und für Studenten extra Kapitallebensversicherungen konzipiert, für die während der ersten 3 Jahre reduzierte Beiträge zu entrichten sind. Danach werden die Beiträge erhöht oder die Ablaufleistung gemindert. Die Reduzierung beträgt bei deutschen Anbietern 50%, bei britischen sogar 70%.