20.09.2018

Flurkarte für die Baufinanzierung

Bei der Prüfung einer Baufinanzierung bewerten die Banken nicht nur das Risiko des Kunden, also dessen Kreditwürdigkeit, sondern auch den Wert des Hauses, welches finanziert werden soll, denn dieses dient in der Regel als Sicherheit. Der Objektwert, fachsprachlich Beleihungswert genannt, ist maßgeblich wichtig, um den Wert der Grundschuld einzuschätzen, aber auch um den Zinssatz für die Finanzierung zu errechnen. So werden Darlehen, die lediglich bis 50% oder 60% des Beleihungswertes betragen, mit einem sehr geringen Zins abgerechnet. Darlehen allerdings bis 80% oder gar 100% werden mit einem Zinsaufschlag bedacht, da hier das Risiko für die Bank erhöht ist. Um den Beleihungswert eines Objektes zu errechnen, wird sowohl der Bodenwert wie auch der Sachwert herangezogen. Lediglich bei Mietobjekten wird der Ertragswert, also der Wert, den das Haus pro Jahr erzielen kann, berechnet.

  Der Antragsteller der Baufinanzierung muss zur Bewertung verschiedene Unterlagen einreichen. Hierzu gehören neben dem Grundbuchauszug auch Grundrisszeichnungen, Objektfotos und die Flurkarte. Nur so ist eine objektive Bewertung möglich. In einigen Fällen lassen sich Banken auch Gutachten vorlegen.

Die Flurkarte ist ein amtliches Dokument, aus der die Bebauung des Gebietes sowie die Lage des Grundstücks ersichtlich ist. Sie enthält weiterhin die Flurstücknummer, die ebenfalls aus dem Grundbuchauszug ersichtlich ist. Der Darlehensnehmer muss diese Unterlagen nicht mehr selbst besorgen, dies kann die Bank für ihn erledigen. Hierzu ist lediglich eine Unterschrift notwendig. Die Kosten für die Beschaffung von Grundbuchauszug und Flurkarte trägt jedoch der Kunde.