18.05.2012

Bundeswertpapiere

Seit der Finanzkrise erleben Bundeswertpapiere einen neuen Trend, da sie hohe Sicherheit bei gleichbleibend guter Rendite garantieren. Die Verlustrate ist minimal, da der Bund selbst die Verantwortung für die Rückzahlung gibt.

Bundeswertpapiere sind von der Bundesrepublik herausgegebene Geldanlagen, die auch als Sondervermögen oder öffentliche Anleihen bezeichnet werden. Mithilfe dieser Wertpapiere leiht sich der Staat Geld von seinen Bürgern, das er zur Finanzierung von Defiziten im Staatshaushalt verwendet. Im Gegenzug erhält der Anleger Zinsen.

Zwar kann diese Form der Geldanlage nicht durch spektakuläre Gewinne überzeugen, im Gegenzug erhält der Inhaber von Bundeswertpapieren aber die Sicherheit, dass die Rückzahlung des angelegten Geldes auch garantiert ist. Denn die Bundesrepublik gehört zu den sichersten Schuldnerinnen weltweit und erhält regelmäßig die höchstmögliche Bewertung (AAA), die dem Anleger eine hohe Bonität sicherstellt. Die Besicherung der Wertpapiere erfolgt über das Staatsvermögen und die Steuereinnahmen der Bürger.

Die Verwalterin der Bundeswertpapiere ist die Deutsche Finanzagentur, bei der die Anlagen auch – mit Ausnahme der Bundesanleihen – erworben werden können. Zuvor muss der Anleger ein Schuldbuchkonto eröffnen, über welches zukünftig die Wertpapiere verwaltet werden. Die Eröffnung eines solchen Kontos ist nicht nur für Privatpersonen sondern auch für
Wohnungseigentümergesellschaften und Gesellschaften möglich. Kauf, Verkauf und Verwaltung der Wertpapiere sind gebührenfrei, die Kontoführung ist bequem online möglich. Zwar hat der Anleger die Chance, Wertpapiere auch bei der Sparkasse oder der Hausbank zu erwerben, jedoch sind dann alle Transaktionen und die Verwaltung über das Wertpapierdepot mit Kosten verbunden.

 

Der Anleger hat die Wahl zwischen verschiedenen Formen der Bundeswertpapiere:

Bundesschatzbriefe
Bundesfinanzierungsschätze
Bundesobligationen
Bundesanleihen
Bundesschatzanweisungen
Unverzinsliche Schatzanweisungen

Diese Formen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Laufzeit, Mindestauftrag und dem Anlagehöchstbetrag. Besonders beliebt sind die Bundesschatzbriefe, bei denen mindestens 52 Euro für eine feste Laufzeit von sechs bis sieben Jahren angelegt werden müssen.

Zum Erwerb eines Bundeswertpapiers kann der Anleger entweder per Lastschriftverfahren oder Überweisung zahlen.