20.09.2018

Investmentfonds

Mithilfe eines Investmentfonds bündelt eine Kapitalanlagegesellschaft das Kapital der Anleger, um es in diversen Vermögenswerten anzulegen. Das Geld der Anleger wird auch als Sondervermögen bezeichnet. Dieses kann durch ständig neue Anlagen der Sparer, Kurs- oder Zinsgewinne zunehmen oder durch die Rückerstattung von Anteilen oder Kursverluste abnehmen. Mit dem Erwerb von Investmentfondsanteilen wird der Anleger zum Miteigentümer am Fondsvermögen und hat demnach auch Anspruch auf Gewinnbeteiligung.

Der Sparer erhält über die Höhe seiner Beteiligung Anteile in einem Investmentkonto gutsgeschrieben oder als Anteilsscheinen in Form von Urkunden ausgehändigt.

Ein Fonds funktioniert nach dem Prinzip, dass die Sparer in einen großen Topf einzahlen. Mit diesem Geld werden durch die Fondsmanager verschiedene Einzelanlagen erworben. Das sind – je nach Ausrichtung des Fonds – im Regelfall Aktien, aber Fonds investieren auch in festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien. Das Risiko bei Fonds ist somit geringer als bei den Einzelanlagen denn durch die breite Streuung sinkt das Risiko von Kursschwankungen.

Fonds gehören zu den flexibelsten Anlagen überhaupt. Anleger haben die Wahl, ob sie eine feste Summe als Einmaleinlage investieren oder aber in regelmäßigen Abständen einen festen Betrag einzahlen. Bevor sie sich entschließen, in Fonds zu investieren, sollten sich Sparer gründlich informieren und ihr persönliches Anlageziel festlegen. Grundsätzlich sollte das Geld breit gestreut werden, damit das Risiko gering bleibt.

 Es gibt verschiedene Fonds:

Aktienfonds
Rentenfonds
Immobilienfonds
Geldmarktfonds
Mischfonds

 

In einem Depot werden die verschiedenen Fonds gebündelt und verwaltet. Die Verwaltung des Fonds und des Kapitals unterliegt der staatlichen Aufsicht, sodass das Geld in einem Fonds relativ sicher ist. Zudem müssen die Anlagen vom Vermögen des Unternehmens streng getrennt werden. Diese Vorgehensweise garantiert, dass auch bei Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft das angelegte Geld erhalten bleibt.

Man unterscheidet offene und geschlossene Investmentfonds. Letztere unterliegen bestimmten Beschränkungen hinsichtlich des Handels an der Börse. Geschlossene Fonds hingegen können nur in einem bestimmten Zeitraum erworben werden, nach Ablauf dieser Frist wird der Fonds geschlossen. Zu den Projekten, die über solche Fonds finanziert werden, gehören der Bau neuer Immobilien (Einkaufszentren, Seniorenheime), die Unterstützung von Medienvorhaben oder regenerative Energien.