Die Berufsunfähigkeitsversicherung
Aufgrund hoher Anforderungen an die arbeitenden Menschen und somit der hohen körperlichen Belastungen können viele ihren Beruf nicht mehr bis zum Rentenalter ausüben. Laut einer Statistik werden bereits 25% aller Menschen heute berufsunfähig. Die häufigsten Ursachen hierfür sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkbeschwerden oder psychische Erkrankungen. Im Falle einer Berufsunfähigkeit ist mit staatlicher Unterstützung nur noch in geringem Umfang zu rechnen. Nur wenn ein Mensch noch weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kann, erhält er die volle Erwerbsminderungsrente, bei einer Arbeitskraft zwischen 3-6 Stunden nur die halbe Erwerbsminderungsrente - viel zu wenig im Vergleich zu einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.
Hierbei steht dem Staat aber gleichzeitig eine Verweisbarkeit in artfremde Berufe zu. Sollte der jetzt berufsunfähig gewordene Maurer also noch als Pförtner arbeiten können, wird keine Unterstützung gezahlt. Um die Lebensqualität und die finanzielle Absicherung auch bei Berufsunfähigkeit zu erhalten, sollte daher jeder berufstätige Mensch, unabhängig ob Arbeitnehmer oder Selbstständiger, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Diese Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt in einem solchen Fall die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente, in einigen Fällen sogar bereits bei 50%iger Berufsunfähigkeit. Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente kann von jedem Versicherungsnehmer selbst mit der Versicherung vereinbart werden.

Sie darf allerdings nicht über dem aktuellen Nettogehalt liegen. Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung richten sich nach dem Alter und dem Geschlecht der Person, aber auch nach deren Beruf. Je risikoreicher dieser ist (Handwerker, Krankenschwestern), desto höher ist der monatliche Beitrag. Auch das Betreiben von Risikosportarten kann den Beitrag ansteigen lassen. Um das Risiko eines Menschen zu bewerten, müssen beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung verschiedene Gesundheitsfragen beantwortet werden. Hierzu gehört neben der Angabe von Größe und Gewicht auch, dass bisherige Krankenhausaufenthalte und deren Gründe genannt werden. Sogar die Tatsache, ob ein Mensch Raucher oder Nichtraucher ist, spielt bei vielen Versicherungen bei der Prämienberechnung eine Rolle.
