23.01.2018

Die private Krankenversicherung im Alter

Die Private Krankenversicherung ist für manch einen Versicherten schon zum ständigen Ärgernis geworden. Eine Private Krankenversicherung ist für den Versicherungsnehmer eine recht vorteilhafte Sache, soweit der Abschluss aus rechtlichen Gründen möglich ist (Beruf und Verdienst). Neben den umfangreicheren Leistungen, hat der meist junge Versicherungsnehmer noch eine recht günstige Prämie. Denn damit werden die neuen Kunden ja auch geworben, mit den Leistungen und der Prämie. Und die Prämienunterschiede in der PKV (Private Krankenversicherung) sind gegenüber der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung), besonders bei Männern in jungen Jahren, erheblich. Und die meisten VN (Versicherungsnehmer) sind gar nicht in der Lage, die Prämienentwicklung bis in´s Alter hinein zu überschauen. Und bei Abschluss wird dem VN alles in rosaroten Farben geschildert. Man möchte ja schließlich einen neuen Kunden haben.

Und die Leistungen in der PKV sind unbesehen sehr viel umfangreicher als in der GKV. Zwar könnte sich ein Patient der GKV ebenfalls bessere Leistungen, vor allem im Krankenhaus, leisten, doch er würde dann als Privatpatient behandelt und müsste alles selbst aus eigener Tasche bezahlen. Und das können sich die meisten Patienten nun mal nicht leisten, denn Leistungen im Gesundheitsbereich, vor allem im Krankenhaus, sind teuer. Und diese Mehrleistungen als Patient der PKV haben schon ihre wesentlichen Vorteile, nicht unbedingt im ambulanten Bereich, jedoch im Krankenhaus. Es gibt ja den allseits bekannten Spruch „Weil du arm bist, musst du früher sterben“. Und diese Erkenntnis hat nichts von ihrer Bedeutung verloren. Als Privatpatient wird man im Krankenhaus besser behandelt. Man hat Anspruch auf ein 1- oder 2-Bett-Zimmer und auf Chefarztbehandlung. Auch muss man nicht in das nächstgelegene Krankenhaus, sondern kann sich notfalls ein Krankenhaus im Ausland aussuchen, das spezielle Behandlungsmethoden anbietet, die es hier in Deutschland nicht gibt.

Doch was nutzt manch einem dieses angenehme Gefühl, Privatpatient zu sein, wenn er schließlich im Alter die Prämien nicht mehr bezahlen kann.

Denn gerade im Alter ist es besonders wertvoll, im Krankenhaus privat zu liegen, aus vielerlei Gründen. Denn die Prämienentwicklung in der PKV steht der in der GKV in nichts nach. Bei der GKV werden notfalls noch Leistungen gestrichen, in der PKV werden die Prämien erhöht, denn Leistungen lassen sich aufgrund vertraglicher Vereinbarung nicht streichen. Hier bleibt manch einem PKV-Versicherten dann nur der bittere Entschluss übrig, zurück in die GKV zu gehen, soweit sich eine Gesellschaft bereit erklärt, in aufzunehmen. Sonst müssen die Privaten Krankenversicherungen dem VN alternativ einen Tarif anbieten, der in etwa die gleichen Leistungen und die gleiche Prämie beinhaltet wie in der GKV. Und damit ist sein Dasein als Privatpatient ausgeträumt. Jede Medaille hat seine zwei Seiten, auch der Abschluss eines Vertrages in die PKV.